Die Energiewende zum Kunden bringen

Kommentar von Dr. Michal Sobótka für BWK 10/20019 - Special "Entscheider nehmen Stellung“

Die „Energiewende“ steht aktuell hoch im Kurs – dies ist nicht zuletzt an den Zustimmungswerten für die Grünen oder Fridays for future abzulesen. Allerdings beschränkt sich die Möglichkeit der meisten Bürger als Energie-„Letztverbraucher“ (nomen est omen!) weiterhin darauf, bei der Wahl seines Energielieferanten das richtige "Ökostrom"-Kreuzchen zu setzen – auch im Zeitalter der Digitalisierung.

Wir reden in der Branche viel davon, den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen oder die Energiewende zum Kunden zu bringen. Nur fehlt es uns weiterhin schlicht eine, den heutigen technischen Möglichkeiten angemessene, Interaktionsmöglichkeit zwischen der Angebots- und Nachfrageseite – also zwischen dem EVU und dem Kunden – die für marktwirtschaftlichen Erfolg und Lösungsakzeptanz unerlässlich ist. Denn es ist doch so: Die Zeiten des hierarchischen Netzes sind vorbei. Das intelligente Netz ist demokratisch und es bedarf informierter und handlungsfähiger Akteure!

Hier kommt nun das intelligente Messystem ins Spiel, welches ja eigentlich eine vielfältige Diensteplattform mit angeschlossener Verbrauchsmessung ist. Wir bei GWAdriga sind davon überzeugt, dass ein zügiger und breiter Smart-Meter-Rollout eine DER wichtigen Voraussetzungen ist, um einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende leisten zu können. Denn was oft übersehen wird: Das Smart-Meter-Gateway bietet nicht nur die erste echte interaktive Schnittstelle zum Endkunden, es ist auch für mehr als nur den Strom gemacht. Grundsätzlich können und werden alle Sparten einbezogen, inklusive der Wärme. Das Thema Heizen ist dabei besonders interessant, schließlich sind hier die energetischen und CO2-Einsparungspotenziale in unseren Breiten enorm.

„Flexibilitäten“ ist ohnehin das Zauberwort im Smart-Metering. Es geht nicht um Verzicht, sondern darum, vorhandene Ineffizienzen zu erkennen und sinnvoll nutzbar zu machen: für den Kunden z.B. mittels Visualisierung und dem Monitoring von Erzeugung und Verbrauch, für die Anbieter von energetischen Leistungen z.B. mittels aktivem Steuern und Schalten via CLS. Wobei dies natürlich nur die Anfänge sein werden! Damit wird auf beiden Seiten des Tisches eine Wissens- und Handlungsbasis geschaffen, die für einen weiteren Erfolg der Energiewende absolut notwendig ist. Auf diesem Wege gewinnt der Begriff „Digitalisierung der Energiewende“ endlich an Breite. Das Smart-Meter-Gateway wird dabei zu einer Schlüsselkomponente und ist nicht mehr nur ein lästiger Kostenfaktor.

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