Visualisierung: Durchblick für den Kunden

Westfalen Weser Netz setzt bei Visualisierung auf Lösung von GWAdrig. ZfK-Beitrag, Ausgabe Oktober 2019.

Mit dem Start des Rollouts greift auch die Verpflichtung nach §21 MsbG, den Kunden eine Lösung anzubieten, die ihr Verbrauchs- und Nutzungsverhalten auf digitalem Wege visualisiert. Westfalen Weser Netz hat deswegen mit der Installation der ersten intelligenten Messsysteme auch eine Visualisierungslösung in Betrieb genommen. Sie wurde von der Berliner GWAdriga, die für Westfalen Netz auch die Gateway-Administration umsetzt, in enger Zusammenarbeit mit GreenPocket für den Einsatz als MSB-Lösung angepasst.

Natürlich ging es uns in erster Linie darum, den gesetzlichen Anforderungen an die Visualisierung zu genügen. Aber das sollte kundenorientiert geschehen. Deswegen haben wir von vornherein nach einer modernen und browserbasierten Lösung gesucht, die für den Kunden einfach und intuitiv nutzbar ist“, beschreibt Thomas Bogdanski, Projektverantwortlicher bei der Westfalen Weser Netz, die Anforderungen an das neue System.

Schon aus diesem Grund schloss er den alleinigen Einsatz von TruDi (Transparenz- und Display-Software), der herstellerübergreifenden, standardisierten Visualisierungslösung der Initiative Bundesdisplay, aus. „TruDi ist aus unserer Sicht keine massentaugliche Lösung, denn sie eignet sich nur für versierte und IT-affine Nutzer. Mal eben schnell nach dem Verbrauch oder seiner Einspeiseanlage zu schauen, funktioniert damit nicht. Denn für jeden Messwertabruf muss erst einmal eine Netzwerkverbindung zwischen dem heimischen Rechner und dem Gateway hergestellt werden“, erläutert Thomas Bogdanski. [...]

Nachdem nicht nur diverse Testgeräte, sondern auch die ersten zertifizierten intelligenten Messsysteme ausgerollt wurden, stößt die neue Visualisierungslösung bei den Kunden bereits auf Akzeptanz. „Die ersten Stimmen sind durchaus positiv. Bei einigen Kunden gab es zudem einen echten Aha-Effekt, als sie zum ersten Mal das tägliche Verbrauchsverhalten transparent nachvollziehen konnten“, berichtet Thomas Bogdanski. Für ihn sind vor allem die Kunden mit hohen Verbräuchen eine Zielgruppe für die neue Lösung. „Wir haben hier bei den RLM-Kunden ein System im Einsatz, das jedoch in die Jahre gekommen ist. Aus diesem Grund werden wir die neue Visualisierung sicher weiter ausbauen, um die Themen wie Energie-Monitoring, Rechnungskontrolle oder Liegenschaftsmanagement auch zu bedienen und die Energiebeschaffung durch den Kunden zu unterstützen“, so Martin Kloppenburg. Konkret in Vorbereitung ist ein Gewerbekundenportal, das auch für größere Firmen und kommunale Liegenschaften ein effizientes Energiemanagement ermöglichen wird. Ein erstes Pilotprojekt soll schon im Dezember starten. Bei Erfolg ist geplant, darauf einen Mehrwertdienst aufzubauen, der dann allen infrage kommenden Kunden angeboten werden wird.

Auch wenn der Rollout der intelligenten Messsysteme gerade erst gestartet ist, zeigt man sich bei der Westfalen Weser Netz darin bestätigt, dieses Projekt bereits jetzt anzugehen, obwohl nur ein Hersteller mit zertifizierten Gateways zur Verfügung stand und der offizielle Startschuss weiter auf sich warten lässt.

Unsere Prozesse laufen mit Unterstützung von GWAdriga weitestgehend störungsfrei. So können wir uns jetzt schon darauf konzentrieren, Praxiserfahrungen zu sammeln, um auf dieser Basis frühzeitig mit Mehrwertangeboten auf den Markt zu kommen, die auch für einen Netzbetreiber wie uns neue Kundenbeziehungen ermöglichen und vor allem auch Kundenbindung erzeugen“, fasst Martin Kloppenburg zusammen.

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