Dr. Ralfdieter Füller scheidet aus Geschäftsführung aus

Im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung scheidet Dr. Ralfdieter Füller zum 30. Juni 2019 aus der Geschäftsführung von GWAdriga aus. Gleichzeitig stellt das Unternehmen sein Führungsteam neu auf. Neben Alleingeschäftsführer Dr. Michał Sobótka gehören künftig Micha Elies (Operations), Dr. Christian Tellkamp (Kaufmännisches) und Christian Unger (Services) der neuen Geschäftsleitung an.

Dr. Ralfdieter Füller hat den operativen Aufbau von GWAdriga, die Ingangsetzung und die Zertifizierung des Unternehmens als einen der allerersten Gateway Administratoren maßgeblich verantwortet, erfolgreich gestaltet und das Unternehmen unter schwierigsten Rahmenbedingungen für den anstehenden Smart Meter Rollout fit gemacht. Wir danken Herrn Dr. Füller ausdrücklich für die geleistete Aufbauarbeit“, so die Gesellschafter von GWAdriga.

„Es war mir eine Ehre einer der Ideengeber für GWAdriga gewesen zu sein und das Unternehmen operativ aufzubauen. Ich bin überzeugt, dass GWAdriga in den kommenden Jahren als einer der großen Gateway Administratoren und Anbieter von Mehrwertdiensten eine wesentliche Rolle im Smart Metering Markt spielen wird“, erklärt Dr. Ralfdieter Füller.

Als eines der ersten Unternehmen hat Westfalen Weser Netz mit Unterstützung von GWAdriga gerade das erste zertifizierte Smart-Meter-Gateway in Betrieb genommen und ist damit in den Smart-Meter-Rollout gestartet. Insgesamt wird der Full-Service-Anbieter für die Gateway-Administration am Ende des Rollouts mit mehr als 4,1 Mio. Zählpunkten und rund 550.000 iMsys mehr als 10 Prozent der Pflichteinbauten administrieren. Die GWAdriga-Gesellschafter haben ihr Bekenntnis zum langfristig angelegten Geschäftsmodell von GWAdriga und dem Aufbau weiterer Mehrwertdienste bekräftigt. „Zudem sind wir mit weiteren potenziellen Kunden in Gesprächen, so dass wir zuversichtlich sind, unseren Marktanteil bis zum Start des Rollouts weiter ausbauen zu können“, so Dr. Michał Sobótka.

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Westfalen Weser Netz und GWAdriga machen ernst beim Rollout

Mit der Installation des ersten intelligenten Messsystems (iMsys) am 19. Juni 2019 hat bei der Westfalen Weser Netz GmbH der Smart-Meter-Rollout offiziell begonnen. „Die Digitalisierung steht bei uns absolut im Fokus. Das Gateway ist in diesem Zusammenhang ein unverzichtbarer Bestandteil der künftigen Netzinfrastruktur und Basis für eine ganze Reihe von neuen Geschäftsmodellen, von der E-Mobility über die Netzsteuerung bis zum Smart Home“, erklärt Martin Kloppenburg, verantwortlicher Projektleiter bei der Westfalen Weser Netz GmbH. In den kommenden Wochen und Monaten sollen je nach Verfügbarkeit weitere Gateways installiert werden.

Das erste Gateway ist naturgemäß das schwerste, denn erst in der Realität zeigt sich dann, ob alles bedacht wurde und die gemeinsam zwischen Westfalen Weser Netz und GWAdriga eingeübten Abläufe auch mit einem zertifizierten Gerät und dem dazu notwendig hohen Automatisierungsgrad funktionieren“, betont Martin Kloppenburg.

Für 2020 mehr als 1.000 Gateway-Installationen geplant

In diesem Jahr sollen dann weitere mehr als 100 iMsys ausgerollt werden, für 2020 sind dann mehr als 1.000 Gateway-Installationen geplant. Insgesamt wird Westfalen Weser Netz in den kommenden Jahren rund 85.000 intelligente Messsysteme in Produktion nehmen. Eine der Herausforderungen beim Smart-Meter-Rollout der Westfalen Weser Netz ist das große Netzgebiet. Es erstreckt sich mit rund 6.400 Quadratkilometern über zwei Bundesländer in den wachstumsstarken Regionen Ostwestfalen-Lippe und Südniedersachsen.

Die reibungslose Inbetriebnahme und der zuverlässige Betrieb der Gateways ist eine ganz wesentliche Voraussetzung für die Wirtschaftlichkeit des Rollouts. Denn wenn ein Monteur einen Zählpunkt ein zweites Mal anfahren muss, um eine Störung zu beseitigen, rechnet sich das schon nicht mehr“, erläutert Martin Kloppenburg.

Deswegen wurden alle damit zusammenhängenden Abläufe mit Unterstützung von GWAdriga, die für die Westfalen Weser Netz die Gateway Administration und das Messdatenmanagement als Full-Service abwickelt, im Vorfeld intensiv getestet.

Das SAP ISU von WWN wurde an die GWAdriga Systeme im Zuge des gemeinsamen Anbindungsprojektes voll automatisiert angebunden. Parallel zum öffentlichen Telekommunikationsnetz wurde ein CDMA-Netz angebunden, damit die Datenübertragung in jedem Falle sichergestellt ist. Die Pflichtvisualisierung der Verbrauchsdaten für den Endnutzer wird über die Basis MSB-Visualisierung von GWAdriga umgesetzt.

Über Westfalen Weser Netz

Westfalen Weser Netz mit Sitz in Paderborn betreibt regionale Verteilnetze für Strom, Gas und Wasser. Das Stromnetz hat eine Länge von rund 30.400 Kilometern, das Erdgasnetz ist circa 3.300 Kilometer lang und das Wasserleitungssystem 1.500 Kilometer. Aus der modernen Leitstelle in Bad Oeynhausen werden diese in der Region verzweigten Anlagen gesteuert und geregelt. Seit Mitte 2013 ist die Westfalen Weser Netz GmbH Teil der Westfalen Weser Energie-Gruppe und damit vollständig in kommunaler Hand.

Bild: Westfalen Weser Netz

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ISO/IEC 27001:2013 Audit des TÜV Austria erfolgreich bestanden

Der Berliner Full-Service-Anbieter für Smart-Meter-Gateway-Administration hat jetzt auch die erweiterte Zertifizierung für die Durchführung des CLS-Betriebs erhalten. Damit gehört GWAdriga zu den ersten Dienstleistern, die „das Management des aktiven externen Marktteilnehmers (aEMT) gemäß MsBG, der BSI TR-03109-6 und der Certificate Policy der Smart Metering PKI“ offiziell anbieten dürfen, so das Zertifikat im Wortlaut.

Um das Audit des TÜV Austria zu bestehen, mussten die mit dem CLS-Management (Controllable Local Systems) verbundenen Geschäftsprozesse angepasst und dokumentiert werden. Die Umsetzung wurde anschließend im Rahmen eines Audits vor Ort überprüft.

Das CLS-Management wird künftig zur Schlüsselfunktion, wenn es um dezentrale Flexibilitäten wie schaltbare Lasten, Erzeugungsanlagen und Speicher geht. Für uns wird dies neben der eigentlichen Gateway-Administration ein ganz zentrales Geschäftsfeld werden. Mit der Zertifizierung haben wir nun auch eine ganz wichtige Voraussetzung, um die begonnenen CLS-Pilotprojekte bald ausweiten zu können.“, erklärt Dr. Michał Sobótka, Geschäftsführer von GWAdriga.

In die Zertifizierung eingeflossen sind Erfahrungen, die GWAdriga beispielsweise im Rahmen des Projekts „Virtueller WärmeStromPool“ der RheinEnergie sammeln konnte. Hier werden künftig Stromüberschüsse aus regenerativer Erzeugung in den Nachtspeicherheizungen „zwischengelagert“ und nutzbar gemacht. So werden Abschaltungen bei Wind- und PV-Anlagen vermieden.

Für das Virtuelle Kraftwerk (VPP - Virtual Power Plant) von RheinEnergie bedeutet dieses Projekt den ersten Schritt zur Nutzung von Flexibilität im Massenkundensegment. Dafür wurde in Zusammenarbeit mit GWAdriga ein standardisiertes und interoperables CLS-Management implementiert.

GWAdriga auf den metering days 2019

Alljährlich sind die Metering Days ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Energiewirtschaft. In diesem Jahr sind auf der Tagesordnung unter anderem neue Entwicklungen in der Gateway-Administration und dem Messdaten-Management, Lessons Learned, nutzenstiftender Einsatz der modernen Messeinrichtung und des intelligenten Messsystems, neue Trends sowie aktuelle Produktinformationen der Hersteller.

Treffen Sie unsere Geschäftsführer Dr. Ralfdieter Füller und Dr. Michał Sobótka auf den metering days 2019 in Fulda. Am zweiten Kongresstag hält Dr. Sobótka einen Vortrag "Lessons learned: der wMSB". Gerne können Sie im Anschluß Ihre Fragen stellen und mit uns diskutieren.

Wir informieren Sie auf den metering days 2019 natürlich ebenso über unser Portfolio in den Bereichen Smart-Meter-Gateway-Administration, Messdaten-Management sowie ergänzende Mehrwertdienste.

Nutzen Sie die Chance auf wertvolle Vorträge und lassen Sie sich zu Ihren individuellen Herausforderungen beraten. Reservieren Sie sich Ihren Gesprächstermin schon jetzt - per Mail an messe@gwadriga.de oder telefonisch unter +49 30 95 999 09 0. Wir freuen uns Sie in der Esperantohalle an unserem Stand Nummer 1 begrüßen zu dürfen.

GWAdriga auf metering days 2019

9. und 10. Oktober 2019

Impressionen von den metering days 2018

Bildquelle: ©ZVEI-Services GmbH / Mark Bollhorst

Treffen Sie uns auf weiteren Events:

FNN-Fachkongress ZMP – Zählen, Messen, Prüfen 2019

GWAdriga und varys mit neuem Komplettpaket für das Submetering FNN-Fachkongress […]

Mehr lesen

E-world 2019

Die ganze Welt der Gateway-Administration: GWAdriga zeigt Prozessintegration auf allen […]

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Kommentar von Dr. Michał Sobótka für ew, Ausgabe 05/2019

Weiter abwarten macht endgültig keinen Sinn mehr. Denn der später startende Rollout wird nicht gestreckt, dafür aber gestaucht. Dies lässt sich aus dem BsbG und auch aus der Marktanalyse des BSI eindeutig ableiten. Das bedeutet: Sowohl die kommunizierten Termine als auch die zu verbauenden Mengen an intelligenten Messsystemen gelten weiterhin – bis auf Ausnahmen – für alle Pflichteinbaugruppen. Aber auch aus anderen Gründen lohnt es sich, die mit dem Smart-Meter-Rollout verbunden Prozesse schnellstmöglich zu implementieren. Denn das Smart-Meter-Gateway wird künftig als sichere Schnittstelle zum Kunden von zentraler Bedeutung werden, insbesondere auch die CLS-Schnittstelle. Diese ist beispielsweite das Schlüsselelement für ein marktbasiertes Engpassmanagement.

Wer Flexibilitäten im Massenmarkt nutzbar machen möchte, kommt um dieses Thema nicht herum. Egal ob Elektromobilität, Eigenproduktion und -speicherung, Prozessautomatisierung oder um die Heiz- und Nebenkostenabrechnung: Messdaten werden über kurz oder lang über das Gateway fließen und für die netzdienliche Regelung Verwendung finden. Das gilt insbesondere für komplexe Steuerungsprozesse, bei denen andere Verfahren an ihre Grenzen stoßen.

Vorfahrtsregeln gestalten

Dabei wird es aber nicht ohne weitergehende Regeln gehen. Eine Herausforderung ist etwa die Gestaltung der Vorfahrtsregeln: Technisch ist es kein Problem mehrere Akteure gleichzeitig auf das Smart-Meter-Gateway und die CLS-Schnittstelle zugreifen zu lassen. Was aber, wenn zwei Akteure unterschiedliche Interessen haben: Der Netzbetreiber möchte eine Anlage möglichst netzdienlich steuern, der Eigentümer dagegen sein Ergebnis optimieren und zwischen den Angeboten der Netzbetreiber und der Vertriebe situationsbedingt wechseln.

[...]

Sicherheit gewährleisten

Dazu kommt das Thema Sicherheit: Das Gateway als zentrale Schnittstelle zum Kunden bietet zwar selbst die größtmögliche Sicherheit, wenn es um die Steuerungsprozesse in den intelligenten Netzen geht. Was ist aber mit den Systemen dahinter? Netz- und Messstellenbetreiber haben keinen Einfluss darauf, welche vernetzten Geräte die Kunden einbauen. Es wäre daher ein Fehler, sich weiterhin nur um die sichere Anbindung der Anlagen mit individueller Systemrelevanz zu kümmern. Denn auch die Anlagen ohne individuelle Systemrelevanz können künftig zu Gruppen aggregiert und so sehr wohl systemrelevant werden. Die CLS-Schnittstelle bietet hier die Möglichkeit, gezielt einzugreifen, um Schaden vom systemrelevanten Teil der Infrastruktur abzuwehren.

Das Smart-Meter-Gateway ist also keinesfalls eine lästige Pflicht, sondern eine zentrale Komponente für die sichere Umsetzung der Energiewende. Daher ist ein weiteres Abwarten keine sinnvolle Option.

Zum vollständigen Artikel (PDF-Datei)

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Modulares System für den gesamten Meter-to-Cash-Prozess auch als Full-Service

Modular, transparent und hochsicher: Mit ihrer neuen Komplettlösung für das Submetering bilden GWAdriga und varys, der in Jena ansässige Software- und Abrechnungsdienstleister für die Immobilien- und Energieversorgungswirtschaft, jetzt den gesamten wohnungswirtschaftlichen Meter-to-Cash-Prozess gemeinsam und integriert über das Smart-Meter-Gateway ab. Die neue Lösung umfasst sämtliche Leistungen eines Submetering im White-Label – von ausgewählten Teilleistungen bis hin zum kompletten Heizkostenabrechnungsprozess.

Zielgruppen sind die Wohnungswirtschaft und Versorgungsunternehmen, die z.B. mithilfe des Liegenschaftsmodells neue Geschäftsfelder erschließen oder Ihre Wertschöpfung erweitern wollen“, erläutern Dr. Ralfdieter Füller, Geschäftsführer von GWAdriga, und Marco Frommann, Geschäftsführer von varys.

Im ersten Schritt wurden dazu die technischen Systeme von GWAdriga und varys integriert. Neben den Wärmeverbrauchswerten können dabei auch die Verbrauchswerte von Warm- und Kaltwasser ausgelesen, rechtssicher über das Gateway übertragen und für die Heiz- und Nebenkostenabrechnung herangezogen werden. GWAdriga und varys präsentieren ihre neue Lösung erstmals auf dem FFN Fachkongress ZMP in Leipzig.

CLS oder LMN? – CLS und LMN!

Übermittelt werden die Verbrauchsdaten aus digitalen Heizkostenverteilern, Wasser- und Wärmezählern über die LMN-Schnittstelle (Local Metering Network). Damit wird eine nach MsbG rechtssichere und ganzheitliche Lösung für Bündelangebote geschaffen, mit der sowohl ein Mehrsparten-Messstellenbetrieb über LMN als auch Mehrwert- und smarte Gebäudedienste über CLS abgebildet werden können. Die entsprechende Prozessintegration hat GWAdriga bereits im Rahmen ihres Mehrsparten-Metering-Labors getestet und etabliert. Somit stehen hier praktisch erprobte Szenarien mit unterschiedlichen Integrationslösungen per LMN- und CLS- Schnittstelle zur Verfügung. Der ermittelte Energie- und Wasserverbrauch jeder Wohneinheit wird über das Gateway online in das Abrechnungssystem von varys übertragen und dort unmittelbar weiterverarbeitet. Große Immobilien mit einer Vielzahl an Submetering-Messgeräten können zudem mittels datenverschlüsselnder Repeater sicher erschlossen werden.

Über varys

Die in Jena ansässige Tochtergesellschaft der Stadtwerke Jena agiert seit mehr als 10 Jahren als unabhängiger Mess- und Abrechnungsdienstleister für Heiz-, Warm- und Kaltwasserkosten für Unternehmen in der Wohnungswirtschaft und Energieversorgung. varys unterstützt bei der Beschaffung und Ausstattung mit Messtechnik sowie bei der Erfassung und Abrechnung von Verbrauchswerten. Mit dem Softwaresystem varyheat hält das Unternehmen ein ganzheitliches System zur eigenständigen Heizkostenabrechnung sowie zum Geräte- und Vertragsmanagement vor. Stadtwerken und Energieversorgern bietet varys zudem sämtliche Leistungen eines Submetering als White Label Lösung an - von ausgewählten Teilleistungen bis hin zum kompletten Heizkostenabrechnungsprozess.

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Dr. Michał Sobótka
E-Mail: m.sobotka(at)gwadriga.de
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