Wechsel zu GWAdriga: enm meistert Gateway-Migration erfolgreich

Im Zuge der Konsolidierung im Markt der Dienstleister für die Gateway-Administration haben in den vergangenen beiden Jahren zahlreiche Unternehmen ihre GWA-Strategie neu ausgerichtet. Auch die Energienetze Mittelrhein GmbH (enm) mit Sitz in Koblenz hat sich für einen Wechsel entschieden. Mit Unterstützung von GWAdriga konnte die Umstellung von rund 5000 intelligenten Messsystemen erfolgreich abgeschlossen werden.

Dieser Artikel ist exklusiv in der Fachzeitschrift netzpraxis Ausgabe 1-2/2026 erschienenzum vollständigen Artikel als Download

Die Energienetze Mittelrhein GmbH & Co. KG (enm) betreut als Netzgesellschaft der Energieversorgung Mittelrhein AG sowohl städtische als auch ländliche Versorgungsgebiete rund um Koblenz. Sie verantwortet ein weit verzweigtes Netz aus Strom- und Erdgasleitungen mit mehreren hundert Verteil- und Umspannwerken und versorgt damit zahlreiche hunderte Kommunen in Rheinland-Pfalz. In ihrer Rolle als grundzuständiger Messstellenbetreiber bietet sie zusätzlich Dienstleistungen für externe Auftraggeber an – sowohl im klassischen als auch im intelligenten Messstellenbetrieb.

Nach der Entscheidung, den Dienstleister für die Gateway-Administration (GWA) zu wechseln, hat die enm den Markt intensiv sondiert. „Wir wollten einen Partner, der nicht nur die GWA-Prozesse nachweislich beherrscht, sondern auch die nötige Größe und Stabilität mitbringt, um uns im Massenrollout der kommenden Jahre effektiv unterstützen zu können”, fasst Khaled Althausen, Leiter des Fachbereichs Digitales Messwesen bei der enm, die Kriterien zusammen, die neben dem Preis ebenfalls relevant für die Entscheidung waren. Die Wahl fiel am Ende auf den Berliner Fullservice-Anbieter GWAdriga. „GWAdriga gehört zu den größten GWA-Dienstleistern auf dem Markt. Zudem hat das Unternehmen bereits erfolgreiche Migrationsprojekte bei Mainova und N-ERGIE durchgeführt und dabei viele Stolpersteine identifiziert und aus dem Weg geräumt, die bei einem solchen Projekt auftreten können“, begründet Khaled Althausen die Auswahl. 

Wie so oft musste aber auch in diesem Fall erst die Pflicht erledigt werden, bevor die Kür folgte. Zu den rund 2.000 intelligenten Messsystemen, die bereits am Netz waren, kamen nämlich der Lagerbestand sowie mehr als 3.000 weitere iMsys hinzu, die noch über das Altsystem bestellt worden waren. Parallel dazu musste mit Unterstützung der BTC AG, dem Softwarepartner von GWAdriga, auch das bisherige MSB-ERP, das in der Vorgängerlösung integriert gewesen war, auf SAP S4HANA migriert werden. Damit war die ursprüngliche Idee, den GWA-Wechsel bis Ende 2024 abzuschließen, schnell verworfen. „Wir mussten nicht nur die mehr als 3.000 iMsys ins Feld bringen, sondern gleichzeitig auch die Testumgebungen für die neuen Prozesse aufbauen. Zudem galt es, beide Migrationen immer parallel zu betrachten, vor allem auch, was die Übernahme der Stammdaten und deren Qualität anging“, erzählt Christopher Stein, Teamleiter Messdatenverarbeitung bei der enm. All dies führte dazu, dass die eigentliche Migration der Gateway-Administration erst im März 2025 beginnen konnte.

Zwar konnte GWAdriga durch die Erfahrungen aus den Vorgängerprojekten bei der N-ERGIE Nürnberg und der eswe Wiesbaden viele anfängliche Probleme, etwa beim Wechsel der Mobilfunkverträge für die in den intelligenten Messsystemen eingesetzten SIM-Karten, aus dem Weg räumen. Doch es blieben Herausforderungen, wie sie bei derartigen Migrationen immer auftreten können. „Beispiel Stammdaten: Das ist an sich schon ein mächtiges Thema. Aber wenn man parallel einen GWA-Wechsel und eine ERP-Migration zu stemmen hat, rückt die Stammdatenqualität automatisch in den Fokus. Denn bevor man mit dem Mapping beginnen kann, müssen zunächst alle Unstimmigkeiten identifiziert und beseitigt werden, damit man mit einem sauberen Stand starten kann, der auch zum Datenmodell des neuen Systems passt. Deswegen hat dieses Thema auch einen großen Teil des Umstellungsaufwands ausgemacht. Zumal wir bei der ERP-Migration auf S4HANA zusammen mit BTC teilweise absolutes Neuland betreten haben“, berichtet Christopher Stein. 

Eine weitere Herausforderung war das Störungsmanagement. Denn ein wesentliches Ziel bei jedem GWA-Wechsel ist es, einen möglichst hohen Prozentsatz der im Feld verbauten iMsys auf die neue Umgebung umzustellen. „Natürlich gibt es dabei immer Verluste, etwa weil ein Stammdatensatz fehlerhaft übernommen wurde, die Kommunikation mit dem Gerät aus irgendeinem Grund nicht mehr funktioniert oder weil es beim Aufspielen einer neuen Firmware zu Problemen kommt und das Gerät komplett ausfällt. Umso schöner ist es, dass wir am Ende doch mit mehr als 95 Prozent den ganz überwiegenden Teil der Geräte ins neue System überführen konnten“, so Stein.

Er sieht die intensive Kommunikation zwischen dem internen und dem externen Projektteam als einen wesentlichen Erfolgsfaktor für das Projekt. „In den heißen Phasen haben wir uns täglich mit den Kolleginnen und Kollegen von GWAdriga und BTC abgestimmt. Und auch jetzt, nachdem der Wechsel erfolgt ist, tauschen wir uns mindestens einmal pro Woche aus. Denn natürlich gibt es hier und da noch ein paar Dinge nachzuarbeiten. Aber wir haben ja auch bereits neue Themen vor der Brust“, erläutert Stein. Dazu gehört beispielsweise die Übernahme der Stromnetze in Mayen und sieben weiteren Kommunen im Landkreis Ahrweiler. Dadurch erweitert sich das Netzgebiet der enm um rund 20 Prozent Messlokationen und es werden weitere iMsys-Umstellungen erforderlich. Zudem soll die Quote des Rolloutziels von 20 Prozent noch in diesem Jahr mit „einem guten Vorsprung“ erfüllt werden. Gleichzeitig will die enm die ersten Steuerboxen ausrollen und damit aktiv in das Thema CLS-Management einsteigen. „Mit GWAdriga sehen wir uns jetzt gut gerüstet, alle Ausbauziele bis 2032 zu erreichen und damit unseren Beitrag zur Digitalisierung der Energiewende zu leisten“, fasst Christopher Stein zusammen. Durch die jüngste Übernahme der benachbarten Verteilnetze werden es dann statt der ursprünglich geplanten 80.000 mehr als 100.000 intelligente Messsysteme sein.

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