Die Wolfsburger LSW Netz GmbH & Co. KG (LSW) hat sich jetzt in Sachen Smart-Meter-Gateway-Administration (SMGA) für das Full-Service-Angebot der Berliner GWAdriga entschieden. Ausschlaggebend für die Auswahl waren die Offenheit und die Flexibilität des Berliner SMGA-Spezialisten.

Durch den modularen Aufbau der Dienstleistungen können wir mit der Gateway-Administration starten und später das System bedarfsgerecht erweitern. Zudem lassen sich die Gateway-Prozesse nahtlos mit der Branchenlösung von SIV koppeln, die bei uns im Einsatz ist. Auch ist GWAdriga offen für Gateways unterschiedlicher Hersteller", erklärt Stefan Könnecke, Bereichsleiter Allgemeine Technik bei der LSW.

Neben der reinen Dienstleistung unterstützt GWAdriga die LSW auch bei der Auswahl der intelligenten Messsysteme (iMsys). Hier bietet GWAdriga der LSW zudem die Option der Einkaufsgemeinschaft beizutreten, in der die Beschaffung der GWAdriga-Kunden und -Gesellschafter gebündelt ist und über die in den kommen-den Jahren mehr als 550.000 iMsys beschafft werden.

Über die LSW

Die LSW basiert seit Oktober 2005 auf der Kooperation der Stadtwerke Wolfsburg AG und der LandE GmbH. Unter dem Dach der LSW Holding GmbH & Co. KG sind die LSW Netz GmbH & Co. KG als Netzbetreiber und die LSW Energie GmbH & Co. KG als Energie- und Wasserlieferant zusam-mengeschlossen. Das Netzgebiet der LSW Netz umfasst rund 2.115 Quadratkilometer Fläche und erstreckt sich von Wolfsburg über den Landkreis Gifhorn bis nach Wittingen sowie Teile der Landkreise Helmstedt, Wolfenbüttel und Börde.Etwa 180.000 Haushalte werden von der LSW mit Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärme versorgt.

Bildquelle: Quelle LSW/Matthias Leitzke

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Das Sommerspecial der energiewirtschaftlichen Tagesfragen ist online.

Es enthält eine Auswahl von in diesem Jahr in der „et“ erschienen Artikeln, die sich auf das Messwesen und und die Digitalisierung der Energiewelt beziehen. Spezieller Fokus wird auf den Mehrwert gelegt, der durch ein Mehrspartenmodell beim Smart Metering entsteht. Unser Artikel zum  Thema Mehrsparten-Metering hat es deswegen in die Auswahl geschafft .

Hier nachlesen ab Seite 11 ...

Fachartikel in energiewirtschaftliche tagesfragen et 05/18

Auch wenn sich derzeit viele Versorgungsunternehmen vor allem auf die Vorbereitung des Smart-Meter-Rollouts fokussieren: Die intelligenten Messsysteme (iMsys) sind nicht nur für die Übermittlung der Verbrauchsdaten aus Stromzählern gedacht. Dies erkennen derzeit nicht nur immer mehr Energieunternehmen. Vor allem die Wohnungswirtschaft steht in den Startlöchern, um diese zentrale Schnittstelle zu ihren Kunden, sprich: den Mietern, zu besetzen. [...]

Einfache technische Umsetzung

Theoretisch ist die Umsetzung relativ einfach. Denn für alle Medien wie Gas, Wasser und Wärme sind bereits digitale Zähler auf dem Markt. Für die Übermittlung der Daten wird der M-BUS-Standard verwendet. Mithilfe von Wireless M-BUS und entsprechenden Repeatern können die Daten auch aus unterschiedlichen Räumen oder Wohnungen eines Gebäudes im LMN-Kanal (Local Metering Network) zusammengeführt und dann anschließend über das Gateway hochsicher übertragen werden. Damit steht die CLS-Box des Smart-Meter-Gateways sicher weiterhin für Steuerungsaufgaben zur Verfügung, etwa für die lokale Photovoltaik-Anlage oder die Nachtspeicherheizung.

Um das Funktionieren der Prozesse unter Praxisbedingungen sicherzustellen, hat GWAdriga die Erfassung und Übermittlung der Daten zunächst in einer Laborumgebung getestet. Ziel der Versuchsanordnung ist es, alle Zähler mit w-MBus nach OMS-Standard an das SMGW zu koppeln. Das SMGW sendet dann die Daten an das Meter Data Management (MDM). Dort erfolgt die Aufbereitung der Daten, so dass sie anschließend über ein Visualisierungsportal bereitgestellt werden können. Für die Tests wurden unterschiedliche Zähler auf der Mehrsparten-Messwand verbaut und zur Simulation an Medienkreisläufe angeschlossen, um so reale Messwerte in die Auslesungsprozesse einbinden zu können. Der Wärmezähler wurde beispielsweise an einen Heizkreislauf mit einem Heizstab als Wärmequelle angeschlossen, der Wasserzähler an einen mit Zirkulationspumpe bewegten Wasserkreislauf. Der Gasfluss wurde mit einem geregelten Luftstrom simuliert. Insgesamt liefen die ersten Tests über mehr als acht Wochen. Der Gaszähler wurde dabei mit einem angepassten TAF 7 (Tarifanwendungfall) stabil und stundengenau ausgelesen. Bei den weiteren Medien konnte dieses Ziel über einen intensiven Austausch mit den Herstellern erreicht werden. [...]

Zu Beginn haben wir nach geeigneten Produkten gesucht: Nicht alle Hersteller verwenden den gleichen Standard in der Schnittstellenkonfiguration und nicht alle Gateways verarbeiten jedes Protokoll. Zudem stellt nicht jeder Hersteller Kompatibilitätslisten zur Verfügung“, berichtet Micha Elies, Projektleiter bei GWAdriga.

Für ihn ist eine bessere Unterstützung der verschiedenen Messsysteme seitens der Gateway-Hersteller und die Einhaltung der geltenden Standards im Bereich wMBus (FNN, BSI) essenziell, um in Zukunft eine tatsächliche Interoperabilität erreichen zu können. Dabei verweist er speziell auch auf die TR-03109-1Anlage III Feinspezifikation „Drahtlose LMN-Schnittstelle“. „Je nach Verfügbarkeit werden wir weitere Messeinrichtungen und SMGWs verschiedener Hersteller im Zusammenspiel testen. Dazu gehören auch Heizkostenverteiler (HKV), Brand- / Rauchmelder und weitere lösungsspezifische Sensoren etwa für die Elektromobilität oder für das Ambient Assisted Living.“ [...]

Zum vollständigen Fachartikel (PDF-Datei)

Neuer GWAdriga-Service zielt auch auf Lieferanten und Wohnungswirtschaft

Mit dem Mehrsparten-Metering bietet GWAdriga künftig einen weiteren Full-Service, der nicht nur für Netz- und Messstellenbetreiber, sondern vor allem auch für Lieferanten sowie die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft interessant ist. Neben den Strom- werden dabei auch die Verbrauchswerte von Gas-, Wasser- und Wärmezählern digital ausge-lesen und die Messdaten sicher über das Smart-Meter-Gateway übermittelt. Während Versorgungsunternehmen dadurch Synergieeffekte erzielen und die Prozesskosten für Messstellenbetrieb und die Zählerauslesung deutlich senken können, sind für Vertriebe und Wohnungsunternehmen vor allem auch die zusätzlichen Zugänge zum Kunden interessant.

Das Smart-Meter-Gateway ist künftig die zentrale Schnittstelle zum Kunden. Über das Mehrsparten-Metering können ihm darüber noch mehr Leistungen aus einer Hand angeboten werden. Damit wird der Einstieg in den wettbewerblichen Messstellenbetrieb (wMSB) für viele weitere Marktteilnehmer ausgesprochen interessant“, erklärt Dr. Michał Sobótka, Geschäftsführer der GWAdriga GmbH & Co. KG.

Derzeit ist GWAdriga mit ersten Wohnungsunternehmen in konkreten Gesprächen zu ersten Projekten.

„Für die Wohnungswirtschaft wird mit dem wMSB und dem Mehrsparten Metering der Einstieg in neue Geschäftsfelder wie Mieterstrom oder Eigenversorgung deutlich einfacher. Zudem können sie sich damit auch auf die kommende Einschränkung des Auswahlrechts des Mieters vorbereiten“, so Sobótka weiter. Denn ab dem Jahr 2021 kann laut Messstellenbetriebsgesetz (MSBG) der Vermieter als Anschlussnehmer für alle Strom-Zählpunkte einer Liegenschaft den Messstellenbetreiber auswählen. Voraussetzung ist, dass neben Strom mindestens eine zusätzliche Messstelle der Sparten Gas, Fernwärme oder Heizwärme über das Smart-Meter-Gateway gebündelt wird. Zudem dürfen für die betroffenen Anschlussnutzer keine Mehrkosten im Vergleich zum getrennten Messstellenbetrieb entstehen.

Übermittelt werden die Verbrauchsdaten aus den digitalen Gas-, Wasser- und Wärmezählern über die Wireless M-BUS-Schnittstelle sowie den LMN-Kanal (Local Metering Network). Damit wird die CLS-Schnittstelle des Smart-Meter-Gateways nicht blockiert und kann weiterhin für Steuerungsaufgaben eingesetzt werden, etwa für die lokale Photovoltaik-Anlage oder die Nachtspeicherheizung. Um das Funktionieren der Prozesse sicherzustellen, hatte GWAdriga die Prozesse zunächst mithilfe einer Laborumgebung getestet, in der die unterschiedlichen Zähler unter realen Bedingungen in die Auslesungsprozesse eingebunden wurden.

Mehr Interoperabilität gefordert

Theoretisch ist die Umsetzung des Mehrsparten-Meterings relativ einfach. Denn für alle Medien wie Gas, Wasser und Wärme sind bereits digitale Zäh-ler auf dem Markt. „Nicht alle Hersteller verwenden jedoch den gleichen Standard in der Schnittstellenkonfiguration und nicht alle Gateways verarbeiten jedes Protokoll. Zudem stellt nicht jeder Hersteller Kompatibilitätslisten zur Verfügung“, berichtet Micha Elies, Projektleiter bei GWAdriga, über die gemachten Erfahrungen. Für GWAdriga ist eine bessere Unterstützung der verschiedenen Messsysteme seitens der Gateway-Hersteller und die Einhaltung der geltenden Standards im Bereich Wireless-M-BUS (OMS-Group - www.oms-group.org) essenziell, um in Zukunft eine tatsächliche Interoperabilität erreichen zu können. Micha Elies verweist speziell auch auf die TR-03109-1Anlage III Feinspezifikation „Drahtlose LMN-Schnittstelle“.

Je nach Verfügbarkeit werden wir weitere Messeinrichtungen und SMGWs verschiedener Hersteller im Zusammenspiel testen. Dazu gehören auch Heizkostenverteiler (HKV), Brand-/Rauchmelder und weitere lösungsspezifische Sensoren etwa für die Elekt-romobilität oder für das Ambient Assisted Living.“

Die Integration der Heiz-kostenverteiler über die unterschiedlichen Etagenhinweg soll über Repeater umgesetzt und in den ersten Projekten mit der Wohnungswirtschaft realisiert werden.

Interview für stadt+werk Sonderheft April 2018

Bis zum Jahr 2021 läuft die erste Roll-out-Phase der intelligenten Messsysteme iMsys. Wie es danach weitergeht ist noch ungewiss. Michał Sobótka, Geschäftsführer des Berliner Full-Service-Anbieters GWAdriga, wagt im stadt+werk-Interview einen Blick in die Zukunft der Gateway-Adminstration.

[...] Herr Sobótka, wir schreiben das Jahr 2030: Wird es die Rolle der GatewayAdministration dann überhaupt noch geben oder läuft alles über die Blockchain?

Michał Sobótka: Die Blockchain ist eine interessante Technologie. Ich kann mir zum Beispiel vorstellen, dass die Clearing -Funktion zwischen Erzeugern und Verbrauchern von der Blockchain übernommen wird. Hierdurch würde der Handel auch von kleinen Strommengen Peer-to-Peer und ohne dazwischengeschalteten Akteur möglich – sogar mit einem transparenten Herkunftsnachweis. Der Gateway-Administrator hin gegen kümmert sich um die Kopplung der digitalen mit der physischen Welt über das Smart Meter Gateway. Er überwacht den Zugriff auf das Gateway und damit kritische Prozesse wie die Messwertübertragung oder das Schalten von Anlagen. Diese Aktivitäten werden vermutlich auch künftig nicht von einer Blockchain ersetzt werden können. Meine Prognose ist, dass der Gateway-Administrator auch im Jahr 2030 der Wächter über das Gateway sein wird, er sich jedoch zur Aufgabenumsetzung gegebenenfalls und teilweise auch der Blockchain-Technologie bedient.

Smart Meter Gateways werden heute in erster Linie mit der Sparte Strom in Verbindung gebracht. Doch das Gateway kann ja noch viel mehr…

Michał Sobótka: Der Gesetzgeber hat das Smart Meter Gateway von vornherein als eine Kernkomponente für die Digitalisierung angelegt – nicht nur für die Energiewirtschaft. Denn es bietet eine hochsichere Schnittstelle zum Kunden, über die zahlreiche Dienste abgewickelt werden können. Das beginnt beim Smart Metering und erstreckt sich über Flexibilitätsmaßnahmen, wie etwa die Steuerung dezentraler Erzeuger und Verbraucher oder die Integration von Smart Home and Building sowie Elektromobilität, bis hin zu ganz neuen Smart Services etwa im Gesundheitsbereich. [...]

Zum vollständigen Interview (PDF)

Fachartikel in 50,2 Ausgabe 3/2018

Die gesetzlichen Vorgaben für den Rollout intelligenter Messsysteme (iMsys) sind für alle gleich. Doch damit enden die Gemeinsamkeiten auch schon. Denn wie der Rollout tatsächlich gestaltet werden kann, hängt von einer Vielzahl von Einflussfaktoren ab. Wie sich diese auswirken können, hat 50,2 von Florian Hartke, Produktmanager bei der GWAdriga GmbH & Co. KG aus Berlin, erfahren.

Was sollte ein Stadtwerk generell beachten, wenn es an den iMsys-Rollout geht?

Florian Hartke: In jedem Fall ist es sehr empfehlenswert, den Rollout als eine unternehmensübergreifende Aufgabe zu begreifen und die Vorbereitungen entsprechend aufzusetzen. Denn die Liste der vom Rollout betroffenen Abteilungen ist lang: Dazu gehören Einkauf, Lager, Logistik, Prüfstelle/Testlabor für Messgeräte, Gateway und Kommunikationstechnik, Messwesen, Netzgesellschaft (VNB), IT-Abteilung, Ablesung, Abrechnung, Call-Center, Kundenzentrum sowie Unternehmenskommunikation (PR). Zudem spielt in diesem neuen Prozess die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) eine ganz zentrale Rolle. Kryptografische Verfahren, verschlüsselte Verbindungen und verschiedene Übertragungstechnologien werden benötigt und lassen den Messwert fast zur Nebensache werden. Schon die Bestellung von iMsys setzt IKT-Know-how voraus. Auch zum Empfang und zur Verarbeitung der Messwerte werden neue Systeme benötigt. Das bedeutet: Der Rollout ist ein Prozess, bei dem die bestehenden Strukturen und Abläufe grundlegend verändert werden müssen. Und: Der Prozess muss vom Kunden her gedacht werden.

[...] Eine ganz zentrale Rolle spielt ja die Gateway-Administration.

Florian Hartke: Die Gateway-Administration ist dabei der wahrscheinlich umfassendste und aufwändigste Prozess. Ein Gateway-Administrator muss eine Zertifizierung nach ISO 27001 in Verbindung mit der BSI TR-03109 vorweisen können. Das wesentliche Element der Zertifizierung ist das Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS). Das ISMS beinhaltet ein sehr umfassendes Regel- und Prozesswerk, das Vorgaben von der Qualifikation der Mitarbeiter bis zur Beschaffenheit seiner Räumlichkeiten macht. Es umfasst zudem eine Leitlinie zur Informationssicherheit, ein Sicherheitskonzept, eine Risikobewertung und die Informationssicherheitsorganisation, die den organisatorischen Aufbau und vor allem alle Prozesse umfasst und definiert. [...]

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Kontakt
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GWAdriga GmbH & Co. KG

Ansprechpartner

Dr. Ralfdieter Füller
E-Mail: r.fueller(at)gwadriga.de
Tel: +49 30 95 999 09 0

Dr. Michał Sobótka
E-Mail: m.sobotka(at)gwadriga.de
Tel: +49 30 95 999 09 0